Adams Acht

Ratzeburg, Ende der 1950er-Jahre. Die kleine Stadt nahe der innerdeutschen Grenze ist nicht gerade ein Ort, an dem man eine sportliche Revolution erwarten würde. Hier unterrichtet Karl Adam Mathematik, Physik und Sport. In einer Generation junger Männer, geprägt von Krieg, Verlust und fehlenden Perspektiven, erkennt er ein ungeahntes Potenzial. Er bringt die Außenseiter in einem Ruder-Achter zusammen und beginnt mit ebenso ungewöhnlichen wie visionären Trainingsmethoden, aus Einzelkämpfern eine Mannschaft zu formen.
Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten, doch im traditionsbewussten deutschen Rudersport stößt Adam auf Widerstand. Funktionäre belächeln seine Methoden, Rivalitäten brechen auf und das Training verlangt den jungen Männern alles ab. Für Hans Lenk kommt ein persönlicher Konflikt hinzu: Seine große Liebe Ulla lebt nur wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite des Ratzeburger Sees in der DDR. Während sich die Grenze zwischen Ost und West immer stärker verhärtet, geraten auch Liebe, Loyalität und die gemeinsame Zukunft unter Druck.
„Adams Acht“ erzählt dabei weit mehr als eine klassische Sportgeschichte. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und einer jungen Bundesrepublik, die noch mit den Folgen der nationalsozialistischen Vergangenheit ringt, wird der Ruder-Achter zum Sinnbild für einen gesellschaftlichen Neuanfang. Karl Adam verlangt von seinen Sportlern nicht nur Disziplin, sondern Eigenverantwortung, Vertrauen und die Fähigkeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Der Weg zum Erfolg führt über Konflikte, Rückschläge und die Erkenntnis, dass keiner allein gewinnen kann.
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt „Adams Acht“ vom sensationellen Aufstieg der Ratzeburger und Kieler Ruderer, die 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom Geschichte schrieben. Hannu Salonen inszeniert die Geschichte als mitreißendes Underdog-Drama mit großer physischer Unmittelbarkeit. Angeführt von Oliver Masucci als legendärem „Ruderprofessor“ Karl Adam spielen Felix Kammerer, Leonard Kunz und Svenja Jung die zentralen Figuren eines Films über Ehrgeiz und Freundschaft, über alte Grenzen und neue Möglichkeiten und darüber, was entstehen kann, wenn aus vielen Einzelnen tatsächlich ein Team wird.
- Genre: Drama / Sportfilm
- Land: Deutschland / Slowakei
- Jahr: 2026
- Regie: Hannu Salonen
- Darsteller: Oliver Masucci, Felix Kammerer, Svenja Jung, Leonard Kunz, Katrin Röver, Stephanie Amarell, Heino Ferch, Axel Milberg
- Länge: 124 Min.
- FSK: 6
Kartenverkauf: Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse im Cinéma 17 im Karl-Maybach-Gymnasium, jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Es ist nur Barzahlung möglich.
Eintritt: 6 Euro (regulär), 5 Euro (ermäßigt für Schüler, Studierende und Mitglieder des culturverein caserne e. V.)